Raumkonzept und Arbeitsablauf
Raumanordnung, Wege zwischen den Bereichen und die Reihenfolge der Arbeitsschritte beeinflussen nicht nur die Effizienz, sondern auch Hygiene und Kulturrisiken. Diese Faktoren werden bereits bei der Planung entschieden, nicht erst, wenn ein Problem auftritt.
- Raumaufteilung und Flächennutzung
- Trennung von Kulturstadien
- Wege, Schleusen und Hygienekonzept
- Arbeitsabläufe zwischen den Räumen
- Erweiterbarkeit der Anlage
Beleuchtung
Die Lichtstrategie wird auf Kulturphase und Cultivar abgestimmt, mit Blick auf Lichtverteilung und Wärmeeintrag, nicht nur auf die installierte Leistung.
- Auswahl und Auslegung der Beleuchtung
- Photosynthetisch wirksame Lichtverteilung
- Lichtsumme je Kulturstadium
- Wärmeeintrag und Rückwirkung auf die Klimatechnik
- Effizienz je erzeugtem Gramm
Klima, Luftführung und CO₂
Stabilität ist wichtiger als der ideale Sollwert. Ein Raum, der seinen Zielwert im Mittel erreicht, ihn im Tagesverlauf aber deutlich verlässt, führt die Kultur schlechter als ein konservativ eingestellter, stabiler Raum.
- Temperatur- und Feuchteführung nach Kulturphase
- VPD-Strategie über den Tagesverlauf
- Luftführung, Durchmischung und Bestandsklima
- CO₂-Strategie und Grenzen ihrer Wirksamkeit
- Entfeuchtungsleistung im Verhältnis zur Transpiration
- Verhalten in der Dunkelphase
Bewässerung, Fertigation und Substrat
Wurzelraum, Nährlösung und Bewässerungsrhythmus müssen als Einheit betrachtet werden. Substratwahl und Bewässerungsstrategie lassen sich nicht unabhängig voneinander planen.
- Substratauswahl und Wurzelraumvolumen
- Bewässerungsrhythmus und Gabengröße
- Fertigation und Nährlösungsführung
- pH- und EC-Führung
- Drainagekontrolle und Auswertung der daraus gewonnenen Daten
- Fehlersuche bei Ernährungsstörungen
Sensorik und Monitoring
Messstellen an den richtigen Punkten, in ausreichender Anzahl und mit zuverlässig auswertbaren Aufzeichnungen. Ohne verlässliche Daten bleibt jede Optimierung eine Vermutung.
- Auswahl und Platzierung der Messstellen
- Messung im Bestand statt nur im Raum
- Aufzeichnungsintervalle und Datenhaltung
- Alarmierung und Schwellenwerte
- Kalibrierung und Plausibilitätsprüfung
- Auswertbare Aufbereitung der Daten
Energie und Anlageneffizienz
Wo die Energie hingeht, was sie je Gramm kostet und welche Maßnahme das Verhältnis am stärksten verbessert.
- Analyse des Energieverbrauchs nach Teilsystem
- Effizienz von Beleuchtung und Klimatechnik
- Entfeuchtungsstrategie und ihre Energiekosten
- Lastverschiebung im Tagesverlauf
- Benchmarking mit vergleichbaren Anlagen